PROJEKTE

WARUM PFLANZEN WIR BÄUME ? 

Wir lieben Açaí! Doch nicht nur weil es gesund ist und unglaublich gut schmeckt. Die Palmen sind mit der beste Weg, um das Klima zu schützen. Richtig gelesen! Wir spenden 5 Cent pro Produkt deshalb an die brasilianischen NGOs IPAM und Iniciativa Verde und unterstützen Projekte, die sich um die Wiederaufforstung des Regenwaldes kümmern.

Flächen zu bewalden ist Wissenschaftlern zufolge eines der wirksamsten Mittel, um Kohlenstoff in der Atmosphäre zu reduzieren. Allein in Brasilien stehen insgesamt 49, 7 Millionen Hektar hierfür bereit - dort wo auch unsere Wunderbeere zu Hause ist.

Darüber hinaus verbessern Bäume die Wasser- und Bodenqualität in den umliegenden Gebieten erheblich. Um den Klimawandel zu bekämpfen, dürfen wir keine Zeit verlieren: Es dauert Jahrzehnte, bis die Wälder reifen und Potenzial als natürlich CO2 Speicher ausschöpfen. Dennoch wissen wir: es lohnt sich. „Wenn wir jetzt handeln, könnten wir den CO2-Gehalt in der Atmosphäre um 25 Prozent verringern. Solche Mengen gab es zuletzt vor fast einem Jahrhundert“, sagt Tom Crowther, ein Forscher der ETH Zürich und Hauptautor der renommierten Aufforstungs-Studie unser Zeit.

WAS IST DIE HERAUSFORDERUNG ? 

Brasiliens exportorientierte Landwirtschaft benötigt immer neue Flächen, weshalb im Regenwald und in der Cerrado-Savanne im Südosten Brasiliens riesige Wälder vernichtet werden. Die gerodeten Flächen werden meistens zunächst als Weideland genutzt, anschließend wird auf ihnen Soja angebaut. Viele Grundstücke in Brasilien sind in Privatbesitz und werden für die Landwirtschaft genutzt. Es ist wichtig zu verstehen, dass die weitaus meisten Feuer, die im Amazonas gelegt werden, nicht die Zerstörung des Waldes zum Ziel haben. Die Bauern sind gezwungen ihre Grundstücke abzubrennen, weil es ihnen an Maschinen und Düngemitteln fehlt und sie auf irgendeine Art und Weise ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen. Die meisten von ihnen verdienen ihr Geld zum größten Teil mit der Agrarindustrie. Auf unseren Reisen durch den Amazonas haben wir die verheerenden Ausmaße mit eigenen Augen gesehen: Allein im Jahr 2019 wurde am Amazonas fast viermal mehr Waldfläche gerodet als in den Jahren zuvor.

UNSERE ERFOLGE

Auf die Erfolge unserer jungen Unternehmensgeschichte sind wir stolz: in enger Zusammenarbeit mit den brasilianischen NGOs IPAM und Iniciativa Verde haben wir seit 2016 bereits über 2 Millionen Bäume gepflanzt und über sechs Millionen Bäume vor dem Abholzen gerettet. Als eine der renommiertesten unabhängigen Organisationen setzt sich IPAM bereits seit 1995 für die nachhaltige Wiederaufforstung des Amazonas ein, indem sie auf politischer, wissenschaftlicher Ebene und bei den Menschen im Amazonas direkt agieren. Unsere Mission ist die gleiche: Wir schützen den Amazonas nur, wenn wir zugleich die finanzielle Existenz der Menschen nur sicherstellen. Dafür müssen wir umdenken!

Eine Milliarde Bäume können den Klimawandel stoppen. Vielleicht fragt ihr euch gerade: haben wir überhaupt so viel Patz? “Ja, den haben wir! “Allein in der Region um São Paulo in Brasilien, steht eine Bergkette namens Mantiqueira mit einer geschätzten Fläche von einer Million Hektar. Hier allein könnte die Hälfte der Weltbevölkerung einen Baum pflanzen, wissen unsere Partner von IPAM. 

WORAUF KOMMT ES BEI DER ZUSAMMENARBEIT AN ?

Einfach Bäume pflanzen, ohne dabei die wirtschaftliche Relevanz des Ertrags zu berücksichtigen, würde viele Familien allerdings in den finanziellen Ruin treiben. “Unser Ziel ist es, einen neuen Mindset unter den Bauern zu schaffen”, sagt Lucas Pereira, Geologe und Leiter von IPAM. Ein wichtiger Teil unseres Projekt besteht in der Aufklärung der Bauern vor Ort. Wir zeigen den Einheimischen, welche schlagkräftigen Vorteile ein intakter Wald für sie bietet: Mit dem Anbau heimischer Früchte wie Kakao oder Acai sichern sie langfristig ein stabiles und zukunftsfähiges Einkommen, das auf natürlichem Wege ihre Umgebung schützt. Entgegen der Agrarwirtschaft müssen keine Flächen gerodet werden. Die Wasserqualität verbessert sich, die Böden werden fruchtbarer, die Natur floriert. Neben modernen, landwirtschaftliche Praktiken geht es deshalb auch um Notwendigkeit strenger Schutzvorschriften des Regenwaldes. 

Mit dem Geld, das wir spenden, finanzieren wir eine Projektlaufzeit von zwei Jahren: solang braucht es, um sicherzustellen, dass die Sämlinge gedeihen und die Farmer von da an selbst in der Lage sind, ihr Geschäft fortzusetzen. Nur wenn sie langfristig auf pflanzlich, vollwertige Forstwirtschaft umsteigen, können sie einen maßgeblichen Einfluss zum Klimaschutz beitragen. Bis zum Jahr 2021 ist unser Ziel, 100 Familien mit dem Anbau und Aufforstung zu unterstützen.

Bei The Rainforest Company ist uns wichtig, mit den Bauern eng in Kontakt zu stehen. Wir wollen verstehen, was ihre Bedürfnisse sind und wo wir sie wirklich unterstützen können. In regelmäßigen Abständen besuchen wir die Projekte vor Ort,  welchen positiven Einfluss unsere Arbeit auf das Leben der Menschen haben kann - erfahren aber auch, vor welchen Herausforderungen die Farmer stehen.

Ivan ist Teil unserer NGO-Projektes und spürt die Gefahr am eigenen Leib: „Uns geht das Wasser zunehmend aus und die Region wird immer trockener.“ “Meine Nachbarn und ich machen uns große Sorgen, um die Zukunft unserer Söhne”, sagt Ivan. “Abholzung bedroht unserer Region. Die Wasserqualität verschlechtert sich zusehends und die Umgebung wird trocken. Deshalb sind wir sehr dankbar für die Unterstützung von IPAM, Iniciativa Verde und The Rainforest Company.” Mit unserer Hilfe lernt er mehr über nachhaltige Forstwirtschaft.

“Der Regenwald ist alles für mich. Er schenkt mir und meiner Familie frische Luft und ermöglicht uns ein besseres Leben”, sagt unser NGO-Farmer Mathias. Mit seiner kleinen Familie und seinen Tieren lebt er in der Nähe von Altamira, eine Gemeinde im brasilianischen Bundesstaat Pará. „Ich wusste zunächst nicht, wie ich Sämlinge richtig anbaue. Im Rahmen des Projekts zeigten mir Experten, wie es geht. Inzwischen pflanzte ich 500 Acai und circa 1000 Kakao Sämlinge und konnte mein Business auf nachhaltige Art und Weise ausbauen. Dank unseres Projekts mit IPAM und Iniciativa Verde bekommt er technische Assistenz. “Unterstützung von der Regierung habe ich noch nie bekommen.” Heute weiß er: “Mein Job ist sehr wichtig - und nicht nur aus finanzieller Sicht. Indem ich mich um die Natur und die Umwelt kümmere, bin ich auch ein Vorbild für meine Nachbarn.”

“Mit Hilfe des Projekts konnte ich mein Geschäft um 100 Prozent ausbauen”, sagt Abrao. 

“Unsere Situation hat sich deutlich verbessert. Wir haben Jobs, wir sind frei. Ich will, dass alle meine Töchter zur Schule gehen.” Selbst die Situationen der Frauen haben sich verbessert. Abraos Frau plant sogar, einen Führerschein zu machen - um noch unabhängiger zu sein.